Alte Veste - Sanierung eines historischen Gebäudes

Sanierung eines historischen Bestandsgebäudes mit komplexen Anforderungen an Bestandsschutz, Materialwahl und handwerkliche Präzision.

Projekttyp

Gewerbe

Standort

Raum Nürnberg / Fürth

Projektstatus

abgeschlossen

Projektüberblick

• historisches Bestandsgebäude

• Sanierungsarbeiten im Denkmalbereich

• Fassadenbearbeitung und Oberflächenaufbereitung

• präzise Handwerksarbeiten im Bestand

• Abstimmung mit Bauleitung und Projektbeteiligten

Die wichtigsten Projektdaten

Das Projekt an der Alten Veste stellte besondere Anforderungen an Planung und Umsetzung, da es sich um ein historisches Gebäude mit entsprechend sensibler Bausubstanz handelt. Ziel war es, bestehende Strukturen zu erhalten und gleichzeitig notwendige Sanierungsarbeiten fachgerecht umzusetzen.

Gerade bei Gebäuden mit historischer Substanz ist ein behutsamer Umgang mit Materialien und Konstruktionen entscheidend. Viele Arbeitsschritte müssen individuell geplant und sorgfältig ausgeführt werden, um den Charakter des Gebäudes zu erhalten.

Unsere Aufgabe bestand darin, verschiedene Bauleistungen präzise umzusetzen und dabei sowohl den baulichen Bestand als auch die Anforderungen der Bauleitung zu berücksichtigen.

Die Ausgangslage im Projekt Alte Veste

Bei der Alten Veste handelte es sich um ein Objekt mit mehreren Herausforderungen gleichzeitig. In einzelnen Bereichen lag Schimmelbefall vor.
Zusätzlich mussten Wandflächen bearbeitet und instand gesetzt werden. In einem Veranstaltungsbereich sollte zudem sichtbares Mauerwerk wieder
freigelegt werden, weil sich auf den Ziegeln alte Beschichtungen und Ablagerungen befanden, die sich nicht mehr mit normalen Reinigungsmethoden entfernen ließen.

Hinzu kam die technische Aufrüstung des Gebäudes. Für den Eventraum war eine Klimaanlage mit Außengerät und drei Innengeräten vorgesehen.
Gleichzeitig mussten im Gastraum und in Nebenbereichen bauliche Voraussetzungen geschaffen werden, damit die Räume später funktional genutzt werden können.

Bei einem Objekt wie diesem ist deshalb eines besonders wichtig: erst absichern, dann sanieren.

Warum Baustellenabsicherung bei Schimmel Pflicht ist

Sobald Schimmel im Spiel ist, reicht es nicht, einfach nur beschädigte Flächen zu öffnen und neu zu verputzen. Der entscheidende Punkt ist
die sichere Abschottung des betroffenen Bereichs.

Schimmel arbeitet mit Sporen. Diese Sporen sind mit bloßem Auge nicht sichtbar und können sich bei Abbrucharbeiten sehr schnell im Raum verteilen.
Genau deshalb haben wir die betroffenen Bereiche in der Alten Veste zunächst mit Staubwänden abgeschottet.
Ziel war es, die Ausbreitung von Sporen und Staub auf angrenzende Flächen zu verhindern.

Zusätzlich wurden Laufwege, Böden und sensible Bauteile geschützt. Gerade in Bestandsobjekten mit laufender Abstimmung zwischen mehreren Gewerken
ist eine saubere Baustelleneinrichtung kein Nebenthema, sondern die Voraussetzung dafür, dass anschließend kontrolliert und fachgerecht gearbeitet werden kann.

In vielen Projekten ist die Sicherung der Baustelle fast aufwendiger als die eigentliche Ausführung. Bei Schimmel ist das kein Luxus, sondern notwendig.

Im ersten Video zeigen wir, warum bei Schimmelbefall die Baustellenabsicherung immer an erster Stelle steht.

Schimmel fachgerecht behandeln und Flächen wiederherstellen

Nach der Absicherung wurden die betroffenen Flächen mit einem geeigneten Mittel behandelt. Erst nach ausreichender Einwirkzeit konnten
Putzschichten und belastete Materialien kontrolliert entfernt werden.

Anschließend wurden die betroffenen Stellen wieder instand gesetzt. In der Alten Veste haben wir dabei bewusst mit Kalkputz gearbeitet.
Der Grund ist einfach: In feuchtebelasteten Bereichen ist Gipsputz keine gute Wahl. Kalkputz ist für solche Bereiche deutlich geeigneter und
unterstützt eine dauerhafte, technisch sinnvolle Lösung.

Im Eventraum wurden belastete Stellen zurückgebaut, behandelt und anschließend mit Kalkputz wiederhergestellt. Im Gastraum wurde der
Schimmel ebenfalls entfernt, der Bereich vollflächig neu mit Kalkputz verputzt und für die weitere Bearbeitung vorbereitet.

So entsteht nicht nur eine optische Verbesserung. Es geht vor allem darum, die betroffenen Flächen wieder in einen funktionalen und nutzbaren
Zustand zu bringen.

Sandstrahlarbeiten an der Ziegelwand

Ein besonderes Highlight des Projekts war die Bearbeitung der Ziegelwand im Eventraum. Hinter alten Beschichtungen und Ablagerungen
steckte ein Mauerwerk, das wieder sichtbar gemacht werden sollte.

Für solche Flächen reicht eine normale Reinigung in vielen Fällen nicht aus. Deshalb haben wir uns hier für Sandstrahlarbeiten entschieden.
Das Verfahren ist deutlich aufwendiger, erzeugt viel Staub und verlangt eine saubere Abschottung des Arbeitsbereichs.
Genau deshalb war die Baustellensicherung auch in diesem Abschnitt entscheidend.

Die Arbeiten haben gezeigt, wie viel Potenzial in Bestandsflächen steckt, wenn man sie richtig bearbeitet.
Nach dem Strahlen kam die Struktur des Mauerwerks wieder sauber zur Geltung.
Die Fläche musste im Anschluss noch final gereinigt werden, aber schon während der Arbeiten war klar, dass sich der Aufwand lohnt.

Gerade in einem Denkmalobjekt ist das Zusammenspiel aus Substanz, Optik und handwerklicher Ausführung entscheidend.
Das Ergebnis hat genau das bestätigt.

Dieses Baustellen-Update zeigt die Arbeiten an der Ziegelwand, die technischen Maßnahmen im Objekt und den aktuellen Fortschritt vor Ort.

Technische Vorbereitung für die Nutzung des Eventraums

Neben den Sanierungsmaßnahmen spielte auch die technische Ausstattung eine wichtige Rolle. Im Eventraum wurde die Grundlage für
eine Klimatisierung geschaffen. Vorgesehen war eine Anlage mit einem Außengerät und drei Innengeräten, um den Raum im Sommer
kühlen und im Winter unterstützen zu können.

Die Innengeräte wurden montiert und während der weiteren Arbeiten sorgfältig geschützt. Zusätzlich haben wir Kernbohrungen hergestellt,
damit weitere technische Anschlüsse und Lüftungskomponenten umgesetzt werden können.

Gerade in Bestandsobjekten ist die technische Nachrüstung oft anspruchsvoller als im Neubau. Bestehende Bauteile, Sichtachsen,
Materialübergänge und äußere Vorgaben müssen berücksichtigt werden. Das gilt umso mehr, wenn Denkmalschutzauflagen hinzukommen.

Arbeiten im Denkmalobjekt: Was zusätzlich beachtet werden muss

Die Alte Veste ist ein Denkmalobjekt. Damit gelten andere Anforderungen als in einem gewöhnlichen Bestandsbau.

Ein gutes Beispiel dafür war das Außengerät der Klimaanlage. Dieses konnte nicht einfach sichtbar montiert bleiben, sondern musste in
Abstimmung mit den Vorgaben optisch an die Fassade angepasst werden. Auch die Kabelkanäle mussten farblich so gestaltet
werden, dass sie sich sauber in das Gesamtbild einfügen.

Solche Punkte wirken auf den ersten Blick nebensächlich. In der Praxis sind sie aber entscheidend, weil sie über die Genehmigungsfähigkeit
und die Qualität der Gesamtausführung mitentscheiden. Bei Denkmalobjekten geht es eben nicht nur um Funktion, sondern auch
um den respektvollen Umgang mit dem Bestand.

Schutz vorhandener Bereiche während der Bauphase

Ein weiterer Schwerpunkt im Projekt war der Schutz bereits vorhandener Bauteile und Einbauten. Thekenbereiche, Kühltheken,
Böden und technische Komponenten wurden entsprechend abgedeckt und geschützt, damit während der Sanierungsarbeiten
keine zusätzlichen Schäden entstehen.

Das ist ein Punkt, der von außen oft unterschätzt wird. Gute Sanierung zeigt sich nicht nur im Endergebnis, sondern auch darin,
wie sauber ein Projekt organisiert und ausgeführt wird. Wer im Bestand arbeitet, muss immer auch mitdenken, was erhalten bleiben
soll und was geschützt werden muss.

Termintreue ist Teil der Bauqualität

Ein Projekt ist nicht erst dann erfolgreich, wenn handwerklich sauber gearbeitet wurde. Es ist dann erfolgreich, wenn Qualität,
Koordination und Terminplanung zusammenpassen.

Genau das war bei der Alten Veste entscheidend. Der Bauherr wollte das Objekt in Betrieb nehmen und dafür mussten die Maßnahmen
nicht nur fachgerecht, sondern auch im richtigen Zeitfenster umgesetzt werden. Der Schimmel musste beseitigt, die Oberflächen
wiederhergestellt und die vorbereitenden Arbeiten so abgeschlossen werden, dass andere Beteiligte anschließend weiterarbeiten können.

Am Ende zählt für den Kunden nicht nur, dass etwas repariert wurde. Es zählt, dass das Objekt wieder nutzbar wird.

Unser Fazit zum Projekt Alte Veste

Das Projekt Alte Veste zeigt sehr gut, worauf es bei Sanierung im Bestand wirklich ankommt: saubere Baustellenabsicherung,
fachgerechter Umgang mit Schimmel, passende Materialwahl, sensible Bearbeitung vorhandener Substanz und eine Umsetzung,
die sich an den Anforderungen des Objekts orientiert.

Mit Staubwänden, Schutzmaßnahmen, Kalkputz, Sandstrahlarbeiten und vorbereitenden technischen Leistungen konnten wir die
betroffenen Bereiche fachgerecht instand setzen und das Projekt termingerecht zum Abschluss bringen.

Besonders bei Denkmalobjekten zeigt sich immer wieder: Gute Arbeit ist mehr als reine Ausführung. Es geht um Planung, Abstimmung,
Erfahrung und darum, auch unter anspruchsvollen Bedingungen saubere Lösungen zu liefern.

Im Abschlussvideo zeigen wir das fertige Ergebnis und die umgesetzten Sanierungsmaßnahmen in der Alten Veste.

Einblicke in das Projekt

Fotografische Einblicke in Umsetzung, Details und das fertige Ergebnis des Projekts.
Einfach auf das Foto clicken.

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Projektfazit

Die Arbeiten an der Alten Veste zeigen, wie wichtig Erfahrung und präzises Handwerk bei der Sanierung historischer Gebäude sind. Durch sorgfältige Planung und fachgerechte Umsetzung konnten die notwendigen Arbeiten am Gebäude erfolgreich realisiert werden, ohne den Charakter der historischen Bausubstanz zu verändern.

Das Ergebnis ist ein Gebäude, das seinen ursprünglichen Charme behält und gleichzeitig technisch und optisch modernisiert wurde.

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